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­...und herzlich willkommen auf der Webseite Ihrer Gemeindewerke Ammerbuch. Hier finden Sie Infos und Serviceangebote rund um das Thema "Energie aus der Region für die Region". Ob direkt vor Ort oder hier im Internet: Wir sind ganz in Ihrer Nähe.

Aktuelles

FAQ zur Energiekrise

  • Kann es zu einem Stromausfall oder gar zu einem „Blackout“ kommen?

    Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hält einen Blackout selbst im schlechtesten Szenario des von der Bundesregierung beauftragten und durchgeführten Stromnetz-Stresstests für unwahrscheinlich – hält aber regionale und zeitlich begrenzte sogenannte „Lastabschaltungen“ als Option für möglich, um das Stromnetz bei Bedarf – zum Beispiel bei einer Gasmangellage – zu stabilisieren. Fazit: Blackout eher unwahrscheinlich, lokaler und zeitlich begrenzter Stromausfall unter Umständen möglich.

  • Was ist der Unterschied zwischen einem „Blackout“ und einem Stromausfall?

    Stromausfälle kommen immer mal wieder vor: Die Bundesnetzagentur verzeichnete im Jahr 2020 insgesamt 162.224 Versorgungsunterbrechungen in Deutschland, im Durchschnitt war jede Verbraucherin und jeder Verbraucher 10,73 Minuten ohne Strom.

    Die Gründe für Stromausfälle können vielfältig sein: Technische Defekte wie zum Beispiel Materialversagen, Umwelteinflüsse wie beispielsweise Stürme, Überflutungen oder Erdbeben, bis hin zu Sonderfällen wie von Tieren durchgenagte Kabel in Trafostationen.

    „Blackouts“ sind solche Stromausfälle per definitionem aber nicht – auch wenn dieses Schlagwort in Zusammenhang mit Stromausfällen meist die Überschriften in den Medien prägt. Denn unter einem „Blackout“ versteht man einen deutschlandweiten oder gar länderübergreifenden Stromausfall über einen langen Zeitraum.

  • Wie kann ich mich für einen Stromausfall vorbereiten?

    Die Hinweise des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für den Fall eines Stromausfalls geben eine gute Orientierung, welche Maßnahmen für Haushalte sinnvoll sind: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Tipps-Notsituationen/Stromausfall/stromausfall_node.html

  • Kann es Stromausfälle durch Heizlüfter geben?

    Seit Sommer 2022 herrscht in Deutschland ein Heizlüfter-Boom. Die Menschen wollen offensichtlich im Fall einer Gasmangellage ersatzweise damit heizen. Das Heizen mit Heizlüftern ist allerdings aus mehrfachen Gründen keine gute Idee – und die GWA raten davon auch ab. Heizlüfter sind energetisch ineffizient, verbrauchen viel Strom, verursachen dadurch hohe Kosten (deutlich höhere Heizkosten als mit normalem Heizen), können die Elektrik in Gebäuden überlasten und bringen in der Gesamtheit Risiken für die Sicherheit der Stromversorgung.

    Warum? Bei einem übermäßigen Strombedarf (Netzüberlastung) könnten Netzbetreiber gezwungen sein, gebietsweise temporäre Abschaltungen vorzunehmen, um einen kompletten Stromausfall innerhalb eines Netzsektors zu verhindern. Zwar ist ein allein durch verstärkten Heizlüftereinsatz hervorgerufener flächendeckender Stromausfall eher unwahrscheinlich, aber auch ein Ausfall in einzelnen Sektoren des Stromnetzes würde zu erheblichen Problemen sowohl auf Seiten der betroffenen Bürgerinnen und Bürger als auch im Stromnetz führen.

  • Warum sind die Strompreise in Deutschland derzeit so hoch?

    Wir erleben momentan eine nie dagewesene Preisexplosion auf den Energiemärkten. Schon im Laufe des Jahres 2021 sind die Großhandelspreise stark angestiegen. Die Megawattstunde Strom kostete zu Jahresbeginn 2021 z.B. noch ca. 50 Euro, im Dezember war es schon dreimal so viel.

    Die Preisentwicklung auf dem Strommarkt hat verschiedene Ursachen:

    • Hohe Energienachfrage: Die Wirtschaft hat sich vom Corona-bedingten Einbruch erholt und benötigt nun wieder mehr Energie. Die Nachfrage nach Rohstoffen ist weltweit gestiegen. Das treibt die Preise nach oben.
    • Russischer Angriffskrieg in der Ukraine: Russland war bisher Deutschlands wichtigster Energielieferant. 55 Prozent der Erdgaslieferungen, 50 Prozent der Kohlelieferungen und 35 Prozent der Öllieferungen stammten von Russland. Durch die Verknappung der bisherigen Energielieferungen aus Russland steigen die Strom- und Erdgaspreise.
    • CO2-Preis: Je höher der Gaspreis, desto mehr Kohle wird verstromt – und damit mehr CO2-Zertifikate gekauft. Mit der Nachfrage steigt der Preis der CO2-Zertifikate. Somit wird der Einsatz fossiler Brennstoffe (Erdgas und Öl) zur Stromerzeugung zusätzlich teurer. Außerdem steigt die CO2-Abgabe 2022 um 20%.
    • Knappe Erzeugungskapazitäten: Nach dem Beschluss, in Deutschland aus der Kohle- und Atomkraft auszusteigen, stieg die Bedeutung von Erdgas zur Stromgewinnung als Brückentechnologie an. Diese Gasverstromung ist nun von heute auf morgen aufgrund der Verknappung von Erdgas viel teurer geworden oder ganz eingebrochen.

    Größere Nachfrage trifft also auf ein geringeres Angebot. Strom aus günstigeren Energiequellen muss darüber hinaus durch die Produktion aus teureren Energieträgern ersetzt werden. Beides lässt die Einkaufskosten für Strom in die Höhe schnellen.

  • Welche Auswirkungen hat der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine auf die Entwicklung der Beschaffungskosten für Strom?

    Der Ukraine-Krieg hat zu einer weiteren Verschärfung der Energiemarktsituation geführt. Er hat den Preisauftrieb bei den Großhandelspreisen für Strom weiter beschleunigt. Russland war bisher Deutschlands wichtigster Energielieferant. 55 Prozent der Gaslieferungen, 50 Prozent der Kohlelieferungen und 35 Prozent der Öllieferungen stammten von hier. Ein Stopp russischer Energielieferungen hat deshalb deutliche Folgen für die Energiepreise in Deutschland.

  • Wie werden sich die Strompreise entwickeln?

    Die meisten GWA-Bestandskunden haben bisher von unserer langfristigen Beschaffungsstrategie, in der Strommengen über mehrere Jahre hinweg eingekauft werden, profitiert. Dadurch konnten bisher extreme Preisspitzen abgemildert werden und wir können ein – im Vergleich zu vielen anderen Anbietern – nach wie vor stabiles Preisniveau bieten. Allerdings werden die eingekauften Strommengen aus den günstigen, vergangenen Jahren immer geringer und die teuren Marktpreise kommen nun mit Verzögerung auch bei den Tarifpreisen der Endverbraucher an.

    Wir können deshalb die Strompreise bei privaten Haushalten bis Ende September 2022 – in einzelnen Sondertarifen bis Jahresende 2022 – stabil halten. Danach muss ohne Berücksichtigung einer möglichen staatlichen Strompreisbremse mit deutlich teureren Preisen (ca. +50 %) gerechnet werden. Wie sich die Strompreise im Laufe des Jahres 2023 und darüber hinaus entwickeln werden, können wir momentan noch nicht sagen. Dies hängt von der weiteren Entwicklung der Beschaffungskosten, Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Netzentgelte ab. (Stand: 24.10.2022)

    In einem Erklärfilm zeigen wir die Zusammenhänge zwischen Energiebeschaffung und Energiepreisentwicklung auf.

  • Wirken sich die extremen Preissprünge eins zu eins auf mich als Kunde bzw. Kundin aus?

    Nein. Wenn sich unsere Einkaufskosten beispielsweise verdoppeln, bedeutet das nicht, dass sich der Preis für Haushaltskunden verdoppelt, da sich der Strompreis aus mehreren Komponenten zusammensetzt. Der Anteil der Beschaffungs- und Vertriebskosten liegt für Haushaltsstrom derzeit bei durchschnittlich 38 %*. In diesen Kostenblock gehen die steigenden Einkaufspreise ein. Maßgebliche Faktoren für den Strompreis bleiben weiterhin Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Mess- und Netzentgelte.

    So setzt sich der Strompreis für Haushaltskunden zusammen.

    *Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. 

  • Welche Strategie verfolgen die Gemeindewerke Ammerbuch angesichts steigender Beschaffungskosten?

    Wir verfolgen eine langfristige Beschaffungsstrategie. Wir kaufen Strom in Tranchen mehrere Jahre im Voraus ein. Dies schützt unsere Kunden vor kurzfristigen Preissprüngen, die so sehr viel besser abgefedert werden können.

    Auch in der derzeitigen Hochpreisphase profitieren unsere Kunden von dieser Einkaufspolitik. Unsere Strompreise liegen deutlich unter dem aktuellen Preisniveau am Markt. Dies zeigt, wie richtig und wichtig eine langfristige Beschaffungsstrategie in Krisenzeiten ist.

    In einem Erklärfilm zeigen wir die Zusammenhänge zwischen Energiebeschaffung und Energiepreisentwicklung auf.

  • Warum steigt der Preis im GWA-Ökostromtarif genauso stark wie beim normalen GWA-Stromtarif?

    Bei der Preisbildung und insbesondere bei der Besteuerung der Strompreise unterscheidet der Markt und das Steuerrecht nicht nach Art der Energieerzeugung. Auf jede Kilowattstunde Strom sind unabhängig von der Erzeugungsart die gleichen Steuern und Abgaben zu zahlen.

    Der überwiegende Anteil an Strom wird über die Strombörse gehandelt, hier findet keine Differenzierung zwischen konventioneller Stromerzeugung und Ökostromerzeugung statt.

    Eine Vielzahl der aktuell am Markt verfügbaren Ökostromerzeugungsanlagen (auch GWA-Anlagen) werden nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) zu festen Einspeisesätzen vergütet. Die übrigen Strommengen werden zwischen Anlagenbetreibern und Händlern zu aktuellen Börsenpreisen gehandelt. Der Anlagenbetreiber hat wirtschaftlich keinen Anreiz, seinen Strom unter Marktpreisen zu verkaufen. Aus diesen Gründen wird sich der Strombörsenpreis wesentlich an den teuersten fossilen Energieerzeugungsanlagen orientieren (Merit-Order) und zwar so lange bis die Energieerzeugung ausschließlich CO2-neutral stattfindet.

    Darüber hinaus plant die Bundesregierung realisierte Übergewinne bei Ökostromproduzenten bis zu 90% abzuschöpfen, um die Energiepreisbremsen für alle Energiekunden zu finanzieren. Davon sind auch die Gemeindewerke Ammerbuch betroffen.

  • Was kann ich als Kundin und Kunde tun?
    • Energiesparen: Bitte prüfen Sie, ob Sie in Ihrem Haushalt Strom, Erdgas bzw. Wärme einsparen können. Auf unserer Internetseite www.gemeindewerke-ammerbuch.de oder auf der Seite der Verbraucherzentrale finden Sie viele Tipps dazu.
    • Monatlicher Abschlag: Bitte prüfen Sie, ob Ihr monatlicher Abschlag noch zu Ihrem Verbrauch passt. Sollte Ihr Verbrauch unverändert sein, ist eine Erhöhung des Abschlags sinnvoll, um hohe Nachzahlungen bei der Jahresabrechnung zu vermeiden.
    • Bei Zahlungsschwierigkeiten: Bitte zögern Sie nicht, bei Zahlungsschwierigkeiten mit unserem Kundenbüro unter Tel. 07073 9171-7217 so früh wie möglich Kontakt aufzunehmen.

     

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Energiespartipp für den Haushalt: Heizen

Heizen Sie Ihre Räume nicht zu stark. Das Senken der Raumtemperatur um 1 °C ergibt eine Energieeinsparung von 6 Prozent. Im Bad wird eine Temperatur von etwa 23 °C empfohlen, im Wohnzimmer eine Temperatur bis zu 20 °C, Küche (18 °C), Schlafzimmer (17 °C) und Toilette (16 °C) müssen nicht so stark geheizt werden. Stellen Sie vor Ihre Heizkörper, falls Sie welche haben, keine großen Gegenstände, damit die Luft zirkulieren kann und die Wärmeverteilung optimal ist. Halten Sie die Türen zum Flur und weniger stark geheizten Zimmern stets geschlossen.

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TÜV Nord - Geprüfter ÖkostromZertifikat: Energieaudit nach DIN EN 16247-1Photovoltaikanlagen-Livewerte